Brotkonsumeuropameister auf neuen Backpfaden
Juni 5, 2009 on 3:09 pm | In Allgemein | wong it! | 1 KommentarDie Deutschen sind gefühlte Brotkonsumeuropameister. Das Wort Brot wird hier im weiteren Sinne gefasst, weil auch Brötchen dazu gezählt werden. Im Jahr verbraucht der durchschnittliche bundesdeutsche Bürger um die 85 Kilogramm Brot. Laut Angaben der Allgemeinen Bäckerzeitung sind es täglich 236 Gramm Brot pro Kopf oder anders gesagt, um die 5 Scheiben Brot werden täglich verzehrt. Der Durchschnittseuropäer verbraucht hingegen nur um die 66 Kilogramm Brot pro Jahr.
Heutzutage ist das Brot als Dickmacher verschrien, weil es relativ viele Kohlenhydrate enthält. Das geschieht zu Unrecht! Denn je dunkler das Brot und je mehr Körner /-sorten es enthält, desto gesünder ist es. Es liefert nicht nur wertvolle Energie, sondern es enthält auch viele Vitamine, Eiweiß, Ballast- und Vitalstoffe, die zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung sowie Verdauung beitragen.
Dem Brot hängt ein zweiter schlechter Ruf an: Brot sei ja immer irgendwie dasselbe. Dabei wird angenommen, dass das Brot wenig abwechslungsreich sei, was nicht stimmt. Denn wem das schnell gekaufte Brot aus dem Supermarkt oder aus dem Bäcker an der Ecke zu fad erscheint, der kann sein eigenes Brot kreieren. In einer Gesellschaft, in der es auf den gewissen Lifestyle ankommt, kann dem Brot von jedem selbst ein gewisser Pepp verliehen werden. Das mit dem Pepp dauert zwar ein wenig länger, macht aber mehr Spaß und hat dabei noch andere Nebeneffekte.
Wie wäre es, selbst ein Brot zu backen? Es ist nicht so schwierig wie es klingt. Denn Teigknetmaschinen und Co. erleichtern die Vorarbeiten enorm und gerade die sind es, vor denen wir uns scheuen. Ein Brot selbst zu backen ist also gar nicht schwer, kostet jedoch ein wenig Überwindung. Wobei der Punkt des Backens vielleicht auch gewisse Fragen beim Backenden auslöst. Wo soll das Brot bitte gebacken werden, dass es auch herrlich knusprig wird? Im heimischen Backofen? Wer glücklicher Hausbesitzer ist, kann sich vielleicht sogar einen Holz- oder Steinbackofen anschaffen, der nicht nur beim Brotbacken super zum Einsatz kommt, sondern auch bei Pizzen unschlagbar ist. Wer dieses Geld nicht investieren will, wird sich trotzdem noch anderer Effekte erfreuen können.
Nebeneffekt 1: Wenn ich selbst einen gewissen Aufwand hatte, um meine Nahrung herzustellen, werde ich das Brot noch mehr wertschätzen.
Nebeneffekt 2: Backen kann entspannend wirken.
Nebeneffekt 3: Ich weiß welche Zutaten in meinem Brot enthalten sind und mir der Qualität bewusst.
Nebeneffekt 4: Gibt es einen besseren Duft als den, von frisch gebackenem Brot?
Wohl kaum. Also auf auf… Wir wollen doch Brotkonsumeuropameister bleiben oder vielleicht sogar Brotbackeuropameister werden… Wer weiß das schon?
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Wir haben uns vor einem Jahr einen Holzbackofen in unserer Küche eingebaut. Mittlerweile backen wir nicht nur Brot darin, sondern auch unseren Sonntagsbraten. Für Pizza eignet er sich ebenfalls ideal; durch die sehr hohen Temperaturen wir alles sehr schön kross. Also wer den Platz hat und wie zu Omas Zeiten backen möchte, für den ist so ein Holzbackofen eine wirkliche Überlegung wert. Gruß Jens
Kommentar by Jens — 22. Juni 2009 #