Bis man Sterne sieht…

November 16, 2006 on 9:44 am | In Allgemein | wong it! | Keine Kommentare

Von nun an möchte ich mich mal wieder etwas intensiver dem Tourismus-Sektor widmen.
Angesichts des Titels ist jedoch nicht der Weltraumtourismus gemeint, der sich langsam aber sicher auch einem breiteren Teil der armen unwahrscheinlich reichen Bevölkerung öffnet, denn: Für schlappe 40.000€ kann man sich ab dem Jahr 2008 schon einen kurzen Suborbitalflug leisten, der einen 14-tägigen Trainingsaufenthalt im Astronautencamp in Großbritannien und Australien mit einschließt. Wer das langweilig findet und nicht mehr warten möchte: Zur ISS kann man schon jetzt, der Reisepreis ist nicht verhandelbar und beträgt zur Zeit 18.750.000€ ! (Informationen dazu hier…)

Die nächsten Artikel sollen sich vielmehr um die Sterne drehen, die man in der Nähe des Eingangsbereichs eines jeden Hotels – manchmal auf einer kleinen Plastiktafel eher versteckt, manchmal in Bronze gegossen und prominent aufgestellt – finden kann.

Kurhaus und Hotel Binz an der Ostsee

Fangen wir doch einfach mal mit der obersten Kategorie an: Unter 5-Sterne Superior verbirgt sich jene Klasse der Hotels, die die Anforderungen für die 5-Sterne Kategorie übertreffen. Allerhöchste Ansprüche – und seien sie noch so abwegig – werden einem erfüllt und jeglicher Luxus ist geboten. Erlesene Restaurants verwöhnen den Gast ebenso, wie Wellness- und Spa-Bereiche, die mit den exklusivsten Materialien ausgestattet sind. Freundliche Mitarbeiter bedienen den Gast 24 Stunden am Tag und beherrschen eine Vielzahl von Fremdsprachen. Das dabei ein Schuhputz- und IT-Service zum Standard gehört versteht sich von alleine. Doppelzimmer nehmen mindestens 26 m² ein, Suiten sind noch sehr viel größer – der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt. Der Gast hat freie Kopfkissenauswahl, ein Safe ist vorhanden, im Bad stehen Körperpflegeartikel in Einzelflacons bereit. In der Empfangshalle existieren bequeme und geschmackvolle Sitzgelegenheiten sowie ein entsprechender Getränkeservice für alle Bereiche des Hotels. Zusätzlich gibt es einen Doorman- oder Wagenmeisterservice, samt einer personalisierten und freundlichen Begrüßung, frische Blumen oder eine nettes Präsent aufs Zimmer und mittlerweile auch standardmäßig einen Internet-PC.

Rügen an der Ostsee: Kurhaus Binz in den 20er Jahren

Zu derartigen Etablissements gehört in Deutschland beispielsweise das Kurhaus Binz auf Rügen, das zur Travel Charme Gruppe gehört und bereits 1908 eröffnet wurde. In den “goldenen 20ern” trafen sich hier Adel, Finanz- und Kulturwelt um sich in Ganzkörperbadeanzügen der Sommerfrische zu widmen. Auch damals kümmerte man sich bis ins kleinste Detail um das Wohl der Gäste. Heute ist die Strandpromenade samt Seebrücke nach langer Vernachlässigung wieder restauriert und jeder Gast auf Rügen bewundert das herrschaftliche, weiße Gebäude, das die Strandpromenade in Binz bekrönt. Selbst wann man es sich nicht leisten kann hier zu residieren, so übt schon das Flair dieses Gebäudes einen Hauch von Luxus auf die ganze Gegend aus – einem erholsamen Urlaub an der Ostsee sollte somit nichts mehr im Wege stehen…

Bildquelle farbig
Bildquelle schwarz-weiß

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